La Stampa - Italien | Donnerstag, 19. Juli 2012
Hängen Syrien und Bulgarien zusammen?
Kurz nach dem Attentat auf enge Vertraute des Präsidenten Baschar Al-Assad am Mittwoch in Syrien wurden bei einem Bombenanschlag in Bulgarien mehrere israelische Touristen getötet. Es könnte ein Zusammenhang bestehen, der die Furcht vor einem Flächenbrand der Syrien-Krise konkret werden ließe, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Das Attentat in Bulgarien könnte in keiner Beziehung zu den Ereignissen in Syrien stehen. Doch die Beschuldigungen des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu, Teheran sei für das Attentat verantwortlich, sowie die Betonung, es sei pünktlich zum 18. Jahrestag des Angriffs auf die jüdische Gemeinde in Buenos Aires verübt worden, stellen eine folgenschwere Verbindung zwischen den Attentaten her. ... Es ist gut möglich, dass der Iran und die Hisbollah hinter dem Anschlag in Bulgarien stecken und ihn mit der Absicht verübt haben, die internationale Gemeinschaft zu warnen, welchen Preis sie zahlen wird, sollte sie in den Syrien-Konflikt eingreifen. Es ist auch möglich, dass Israel voreilige Schlüsse gezogen hat. Fest steht, dass die Gefahr einer Verquickung der ungelösten Israel-Palästina-Frage mit den arabischen Aufständen, den Kämpfen zwischen Sunniten und Schiiten und dem Atomstreit mit dem Iran nie so konkret war wie heute."
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