e-vestnik - Bulgarien | Donnerstag, 19. Juli 2012
Bulgarien hätte Anschlag verhindern können
Bei einem Bombenanschlag auf einen mit israelischen Urlaubern besetzten Reisebus am Flughafen der bulgarischen Schwarzmeerstadt Burgas sind mehrere Menschen getötet worden. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Selbstmordanschlag, der hätte verhindert werden können, meint das Onlineportal e-vestnik: "Im Januar haben die israelischen Behörden Sofia gewarnt, dass es zu einem Anschlag gegen Israelis in Bulgarien kommen könnte. Sie haben sogar ausdrücklich Busse als Sicherheitsrisiko bezeichnet. Was haben die bulgarischen Behörden gemacht? Nichts. Am Sonntag ist auf Zypern ein Libanese verhaftet worden, der dort ein Attentat gegen israelische Touristen geplant hatte. Was haben die bulgarischen Behörden getan? Nichts. Beim bulgarischen Reiseveranstalter soll zwei Stunden vor dem Anschlag eine Bombenwarnung für israelische Touristen eingegangen sein. ... Trotzdem hat der Attentäter es geschafft. Innenminister Zwetanow, der noch am Dienstag die bulgarische Polizei als Mustertruppe gelobt hatte, will nichts davon gewusst haben. Wahrscheinlich hat er gewartet, dass man ihm das Hotelzimmer des Attentäters zeigt. Das Ergebnis liegt auf der Hand - 8 Tote und 31 Verletzte."
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