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Gândul - Rumänien | Freitag, 20. Juli 2012

Pontas Plagiatsaffäre wird Wahlkampfthema

In der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit des rumänischen Premiers Victor Ponta hat die dem Bildungsministerium unterstellte Ethik-Kommission am Donnerstag erklärt, sie sehe in der Arbeit keine Fälschung. Damit äußert sie sich genau gegenteilig zur Kommission für die Anerkennung akademischer Diplome und Titel (CNATDCU), die Ende Juni konstatiert hatte, dass Ponta ein Drittel seiner Arbeit abgeschrieben habe. Die Tageszeitung Gândul kann das Urteil der Ethik-Kommission nicht verstehen: "Jeder, der nur Rumänisch lesen kann, sieht sofort, um was für ein primitives Plagiat es sich hier handelt. ... Doch nur wenige Rumänen würden die Arbeit auch tatsächlich untersuchen. Die einen meinen, die Plagiatsgeschichte war nur eine Enthüllung des Schnüfflers Băsescu [des nun vom Parlament suspendierten Präsidenten]. Die anderen verurteilen das Plagiat nicht, weil es akademisch nicht korrekt ist, sondern weil sie verzweifelt versuchen, damit [im Wahlkampf vor dem Referendum zur Amtsenthebung] Băsescu zu helfen. ... Der Premier ist wohl in dieser Frage am ehrlichsten mit sich selbst und fragt sich: Warum so viel Aufruhr um den Doktor? Es ist einfach ein Titel, der in der politischen Welt gut ausschaut. Natürlich kupfert man dafür ab, das machen doch alle."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 20. Juli 2012

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