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De Volkskrant - Niederlande | Montag, 23. Juli 2012

Erklärungsversuche nach Amoklauf von Aurora

In einem Kino in der Stadt Aurora in den USA hat ein Mann am Freitag zwölf Menschen erschossen und Dutzende verletzt. Auch wenn der Amoklauf während der Premiere des neuesten Batman-Films geschah, sollte man die Ursache der Gewalt nicht im Film suchen, argumentiert Rob Vreeken in der linksliberalen Tageszeitung De Volkskrant: "Der kausale Zusammenhang ist eher umgekehrt. Die meiste Gewalt in Filmen wurde inspiriert durch menschliche Gewalttaten, die zuvor stattgefunden hatten. Erst war die Invasion in der Normandie, und dann kam Saving Private Ryan. Nicht umgekehrt. Der Film mit Buffalo Bill kam erst, nachdem die nordamerikanischen Indianer Opfer eines Genozids wurden. Ich wage zu prophezeien, dass die wahnsinnige Tat von James Eagan Holmes [der mutmaßliche 24-jährige Todesschütze] am Ende zu einer Hollywood-Produktion führen wird, die wir der Einfachheit halber mal eben Straight Shooting II nennen wollen. Ich wage es auch vorherzusagen, dass wir alle dorthin gehen werden, und dass wir dann glühend vor Erregung das Kino verlassen werden. Und dafür ist niemand anderes verantwortlich als wir selbst."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 23. Juli 2012

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