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Les Echos - Frankreich | Montag, 30. Juli 2012

Chinesische Solaranlagen beleben den Markt

Mehrere Hersteller von Solartechnologie haben am Donnerstag die Initiative EU ProSun ins Leben gerufen und eine Antidumping-Klage gegen chinesische Produzenten bei der EU-Kommission eingereicht. Doch der durch die Solaranlagen aus China verursachte Preisverfall von 50 Prozent im Jahr 2011 in Europa hat nicht nur Nachteile, gibt die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos zu bedenken: "Die Schwemme günstiger chinesischer Solaranlagen hat auf dem Markt der erneuerbaren Energien, der - milde ausgedrückt - seine Rentabilität noch nicht bewiesen hat, die Sonnenenergie glaubwürdig gemacht. Dank der sinkenden Preise für Kollektoren werden die Kosten für Solarparks bald denen von Wärme- und Atomkraftwerken entsprechen. In den USA, wo die Sonnenenergie bereits massiv genutzt wird, machen sich die Unternehmen sogar wegen der Antidumping-Initiative von Barack Obama Sorgen, da diese die steigende Nachfrage bedroht. Für Europa, das Vorreiter im Kampf gegen den CO2-Ausstoß sein will, steht sogar noch mehr auf dem Spiel, vor allem, weil nun sämtliche Staaten aufgrund ihrer Verschuldung ihre Subventionen kürzen müssen, ohne die die Solarenergie nicht wachsen kann. Es muss sich entscheiden, ob es erneuerbare Energie günstiger machen oder lokale Unternehmen retten will."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 30. Juli 2012

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