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Vilniaus diena - Litauen | Donnerstag, 2. August 2012

Karolis Urbonas über Japan als Vorbild für Europa

Japan verfügt über eine langjährige Erfahrung bei der Bekämpfung einer schweren Finanzkrise, doch Europa macht sich diese nicht zu Nutze, bedauert Karolis Urbonas vom Institut Social Dynamics International in Vilnius in der Tageszeitung Vilniaus diena: "Die japanische Krise zwischen 1990 und 1995 trug alle Merkmale der heutigen Krise: Der Privatsektor war hochverschuldet, die Immobilienpreise waren unangemessen hoch, und trotz sehr niedriger Zinsen wollte niemand Kredite aufnehmen. ... Japans Regierung hat eingesehen, dass die Theorien aus den Lehrbüchern nicht weiterhelfen, und nach Alternativen gesucht. Die Logik war einfach: Wenn der Privatsektor keine Kredite aufnimmt und finanzpolitische Maßnahmen (niedrige Zinssätze, Drucken von Geld) nichts bewirken, dann muss der Staat selbst das Geld verleihen und in die Nachfrage der Konsumenten und in die Wirtschaftsförderung investieren. ... Der einzige Ausweg aus der Schuldenkrise ist die staatliche Intervention."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 3. August 2012

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