Népszava - Ungarn | Freitag, 3. August 2012
Rechtsradikale Jobbik diskreditiert sich völlig
Die rechtsradikale Partei Jobbik ist in den vergangenen Wochen mehrfach negativ in den Schlagzeilen gewesen. In den Augen der linken Tageszeitung Népszava hat sich die drittstärkste Partei Ungarns damit erneut diskreditiert: "Von welcher Unverschämtheit kündet es, dass Jobbik ausgerechnet am internationalen Gedenktag des Roma-Holocaust [am 2. August] mit dem Vorschlag vorpreschte, Kriminelle nach ihrer ethnischen Herkunft zu registrieren? Und das zu einem Zeitpunkt, da bekannt wurde, dass der bemitleidenswerte Vize-Chef von Jobbik, Csanád Szegedi, jüdisches Blut in seinen Adern hat. Weil er dann versuchte, jene Person zu bestechen, die seine jüdische Herkunft aufdeckte, muss er nun aus der Partei austreten. Szegedi war es auch, der vor einigen Jahren die Meinung vertreten hatte, wonach die Zigeuner die biologische Waffe der Juden seien. Damals wäre eigentlich der ideale Zeitpunkt dafür gewesen, Jobbik zu verbieten, doch die feigen Sozialisten und Liberalen, die seinerzeit an der Macht waren, hatten keinen Mumm dies zu tun. ... Es wäre an der Zeit, dass Orbán sein früheres Versprechen einlöst und Jobbik jene 'zwei Ohrfeigen' verpasst, die er der Ungarischen Garde [inzwischen verbotener paramilitärischer Arm von Jobbik] geben wollte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Weltanschauung, » Ungarn
Alle verfügbaren Texte von » Iván Andrassew
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 3. August 2012