La Repubblica - Italien | Montag, 6. August 2012
Teheran will Damaskus nicht verlieren
Die Entführung von 48 Iranern in Syrien zeigt, dass Teheran alle Hebel in Bewegung setzt, um Damaskus zu halten, analysiert die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Durch Wallfahrten wollen die Iraner ihr Glaubensbündnis mit den syrischen Schiiten und den Alawiten festigen. Denn für den Iran ist Syrien nicht nur ein strategischer Partner, sondern auch das Land ihrer Glaubensbrüder, wenngleich diese dort in der Minderheit sind. Der Iran sieht sich selbst als Zentrum einer Religionsgemeinschaft und deshalb ist die Rolle als deren Beschützer wesentlich im Kampf um die Vorherrschaft. ... Ganz gleich, ob sich unter den Pilgern Pasdaran [Mitglieder der Revolutionsgarden] befinden oder nicht: Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Revolutionsgarden ihre 'militärischen Beobachter' im Land haben. Denn Teheran kann Damaskus nicht verlieren. Wahrscheinlich sitzen die wahren Pasdaran zwar woanders, doch die radikalen Sunniten wollen mit der Entführung die Rolle Teherans in dem Konflikt aufdecken."
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