De Morgen - Belgien | Dienstag, 7. August 2012
Mars löst unsere Probleme nicht
Der Forschungsroboter Curiosity hat am Dienstag die ersten Fotos vom Mars gesendet. In der linksliberalen Tageszeitung De Morgen hinterfragt der Wissenschaftsphilosoph Gustaaf Cornelis den Nutzen der Operation: "Bemannte Reisen zu anderen Planeten und all die vorbereitenden Untersuchungen dafür darf man nicht mit einer generationsübergreifenden Ethik rechtfertigen. Lösungen für die Probleme künftiger Generationen liegen nicht auf dem Mond oder Mars. Wir müssen und werden andere Wege finden, damit das Leben auf der Erde human bleibt - wenn nicht, dann greift uns eben die Natur unter die Arme. Es ist nie anders gewesen. Die unbemannte Raumfahrt mit dem Argument zu rechtfertigen, dass sie der 'notwendigen' bemannten Raumfahrt den Weg bereitet, ist reinster Populismus und daher unpassend. Raumfahrt ist im Übrigen viel zu teuer und fantasiereich, als dass sie in der fernen Zukunft unsere Probleme lösen könnte. Es gibt heute wirklich sinnvollere Möglichkeiten, wie man dieses Forschungsgeld ausgeben könnte."
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