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Göteborgs-Posten - Schweden | Donnerstag, 9. August 2012

Schwedische Teddys reizen Lukaschenko

Das belarussische Außenministerium hat am Mittwoch den Abzug seiner Diplomaten aus Stockholm bekanntgegeben und zugleich das schwedische Botschaftspersonal in Belarus aufgefordert, bis zum Monatsende das Land zu verlassen. Hintergrund des Streits ist eine Protestaktion schwedischer Aktivisten, die im Juli hunderte Teddybären mit Menschenrechtsforderungen aus einem Kleinflugzeug über Belarus abgeworfen hatten. Die Aktion hat ihren Zweck erfüllt, meint die liberale Tageszeitung Göteborgs-Posten: "Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko hat sich mal wieder launisch gezeigt, was die internationalen Beziehungen angeht. Unter dem Druck der schlechten wirtschaftlichen Lage und der EU-Sanktionen handelt er wie ein angeschossener Bär. Aggressive Sticheleien sind typisch für einen frustrierten und paranoiden Diktator. … Die Ausweisung von Diplomaten ist normalerweise eine außergewöhnliche Maßnahme in ernsthaften Situationen. Die Schließung einer Botschaft kommt in der Diplomatenwelt einer Kriegserklärung gleich. Offenbar wurde der Diktator von Schwedens Engagement für die Demokratie gereizt. Dass Schweden deshalb in Ungnade gefallen ist, ist als Kompliment zu werten."

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