Nasz Dziennik - Polen | Donnerstag, 9. August 2012
Polens Politik diskreditiert sich mit Amber Gold
Michał Tusk, der Sohn des polnischen Premiers Donald Tusk, hat am Sonntag zugegeben, dass er im Nebenerwerb für die insolvente Airline OLT Express gearbeitet hat. Gegen deren Eigentümer, den Finanzdienstleister Amber Gold, ermittelt derzeit die Finanzaufsicht wegen des Verdachts auf unrealistische Renditeversprechen. Die Verstrickungen von Michał Tusk zeigen, wie korrupt der polnische Staat geworden ist, meint die national-katholische Tageszeitung Nasz Dziennik: "Diese Pseudobank, die einen Gewinn von 13 Prozent für eine Anlage in Gold anbietet, hat in die Fluglinie OLT Express investiert, die gerade Insolvenz angemeldet hat. Die Kunden von Amber Gold warten bis heute auf ihr Geld. Sie werden es wohl nicht wiedersehen, denn man hat die Konten der Firma gesperrt. ... Amber Gold hat sich überall abgesichert und dabei hat der Finanzdienstleister auch den Sohn von Premier Tusk beschäftigt. ... Das Vertrauen der Menschen in die Institutionen schwindet dadurch immer mehr. Und der Staat, der auf die [Regierungspartei] Bürgerplattform ausgerichtet ist, entfremdet sich immer weiter von der Gesellschaft und wird sogar ihr Feind."
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