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Jornal de Negócios - Portugal | Montag, 13. August 2012

Lohnsenkungen helfen Portugals Wirtschaft

In Portugal sind seit Beginn des Anpassungsprogramms der Troika die Einkommen durch soziale Einschnitte und Änderungen im Arbeitsrecht im Schnitt um 30 Prozent gesunken. Doch die EZB erwartet von Portugal zu recht weitere deutliche Lohnsenkungen, meint die wirtschaftsliberale Tageszeitung Jornal de Negócios: "Die EZB hat den EU-Krisenländern eine Palette interessanter Maßnahmen vorgeschlagen. Davon hat man vor allem eine ins Visier genommen: Lohn- und Einkommenssenkungen als Mittel zur Reduzierung der Produktionskosten von Unternehmen, um Exporte billiger zu machen. Eine Maßnahme, die in Portugal bereits im Gange ist (der Nettodurchschnittslohn ist in den letzten zwei Jahren im Schnitt um 107 Euro gesunken) und die bald vor allem Spanien und Italien treffen wird. Man kann dieses Nachhaken verstehen; es ist die umstrittenste und krasseste Maßnahme, aber nicht die einzige, auf die man einen Blick werfen sollte. ... Lohnkürzungen sind eine Notlösung - doch vertretbar, um Arbeitsplätze zu erhalten: In einem Land mit einer Arbeitslosenquote von 16 Prozent Unternehmen zu retten, wenn auch auf Kosten der Arbeitnehmer, lohnt sich doch. Oder nicht?"

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