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Polityka Online - Polen | Dienstag, 14. August 2012

Anleger von Amber Gold sehen ihr Geld nie wieder

Der polnische Finanzdienstleister Amber Gold (AG), der derzeit wegen offenbar unseriöser Renditeversprechen in der Kritik steht, hat am Montag die Auflösung seiner Muttergesellschaft angekündigt. Gleichzeitig versprach das Unternehmen, jeder Anleger werde sein Geld zurückerhalten. Angesichts der Geschäftspraxis von AG ist dies völlig unrealistisch, glaubt Adam Grzeszak vom linksliberalen Nachrichtenportal Polityka Online: "Die Legende von schnellem Geld sieht wie ein Marketing-Trick aus, der aus AG einen seriösen Anbieter machen sollte. Zudem sollte das Geschäftsmodell glaubwürdig erscheinen. In Wirklichkeit hatte die Firma nur anfänglich - bei den damals steigenden Rohstoffpreisen - überhaupt die Möglichkeit zu verdienen. Danach wurde der Trick sogar zu einer erheblichen Belastung. Nach einer Berechnung von [dem Finanzportal] Money.pl musste AG bei Einlagen von 1.000 Złoty [240 Euro], die im November des vergangenen Jahres in Gold investiert wurden, 200 Złoty [50 Euro] zuschießen, um die versprochenen Gewinne [von 14 Prozent] auszuzahlen. ... Trotzdem glaube ich, dass auch in Zukunft dubiose Finanzdienstleister immer wieder Kunden haben werden, weil es stets naive Leute gibt."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 14. August 2012

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