De Volkskrant - Niederlande | Dienstag, 14. August 2012
Ryan ist Risiko für Republikaner
Dass der Republikaner Mitt Romney den Kongress-Abgeordneten Paul Ryan zu seinem Vize im Kampf um die US-Präsidentschaft gewählt hat, ist nach Ansicht der linksliberalen Tageszeitung De Volkskrant ein Risiko: "Mit Ryan wird Romney nach rechts steuern, während über die US-amerikanische Präsidentschaft in der politischen Mitte entschieden wird. Romney geht das Risiko ein, die Wähler, die noch zwischen ihm und Obama zweifeln, in die Arme seines demokratischen Rivalen zu treiben. Ryans Ideen zum Abbau des Versorgungsstaats werden nicht nur von unabhängigen Wählern, sondern auch von so manchem Republikaner argwöhnisch beäugt. Die Angst, dass Sozialprogramme für Alte und Arme Ryans Sparzwang zum Opfer fallen, kann Obama nutzen. ... Romney könnte zudem seine wichtigste Waffe im Wahlkampf verlieren: Sein Argument, dass es bei den Wahlen vor allem um Arbeitsplätze gehen muss. Mit Ryan kann eine ideologische Debatte über den Sozialstaat die Debatte über die Wirtschaft verdrängen. Das wird Obama sicher nicht bedauern."
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