Sega - Bulgarien | Montag, 20. August 2012
Assange gegen Pussy Riot austauschen
Zahlreiche Regierungsvertreter aus Europa und den USA haben am Freitag gegen die Verurteilung der russischen Punkband Pussy Riot protestiert. Mit der Verfolgung von Wikileaks-Gründer Julian Assange machen sie sich aber nicht weniger schuldig als Moskau, meint die Tageszeitung Sega und schlägt einen Gefangenenaustausch wie zu Zeiten des Kalten Krieges vor: "Wenn unsere demokratischen Gesellschaften Pussy Riot mögen und Assange verabscheuen, sollten wir Moskau einen fairen Tausch vorschlagen: Eure Pussys gegen unseren Assange. Dann wird sich zeigen, wer seine Prinzipien besser einhält, ob Europa sich als gute Bühne für die Pussys erweist und Moskau froh ist, wenn Assange seine diplomatischen Archive durchforstet. ... Wir müssen nur einen geeigneten Ort für die Gefangenenübergabe finden, wie einst die Glienicker Brücke in Potsdam. Doch diesen Ort gibt es aber heutzutage nicht mehr. Die Welt teilt sich nicht mehr in Gut und Böse. Alle schwören auf ein und dieselben demokratischen Werte, solange sie für die anderen gelten und nicht für sie selbst."
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