Le Soir - Belgien | Donnerstag, 6. September 2012
Passivität des Westens schwächt Rebellen
Die gewaltigen Auseinandersetzungen zwischen dem Assad-Regime und den Aufständischen in Syrien halten bereits seit über einem Jahr an. Die internationale Gemeinschaft weigert sich, die Rebellen mit Waffen zu versorgen, weil diese in die Hände von Extremisten gelangen könnten. Doch diese Argumentation ist fadenscheinig, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Le Soir: "Solche Gruppen sind doch längst in Syrien eingetroffen! Die Rebellen sind zunehmend frustriert und der Westen bleibt passiv. Und so müssen wir fürchten, dass mit jeder Woche, die vergeht, der Einfluss der Extremisten, der den aus Syrien zurückgekehrten Journalisten und Beobachtern zufolge bislang noch gering ist, dort drastisch zunimmt. Das US-Magazin The Nation und die Tageszeitung Le Monde haben kürzlich Reportagen veröffentlicht, die erneut zeigen, dass die Rebellen an einem eklatanten Mangel an Waffen leiden, während Russland das Assad-Regime weiterhin unterstützt. Daher stellt sich die Frage, ob die passive Haltung des Westens noch haltbar ist."
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