La Stampa - Italien | Montag, 10. September 2012
Bei Paralympics siegt die Menschlichkeit
Nach elf Tagen sind am Sonntag die Paralympischen Spiele in London zu Ende gegangen. Der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Phil Craven, sprach von den "großartigsten Paralympics aller Zeiten". Die Spiele waren in der Tat einzigartig, weil nicht der Sport, sondern die Menschlichkeit gesiegt hat, pflichtet ihm die liberale Tageszeitung La Stampa Craven bei: "Als [der britische Handbiker] David Weir die Ziellinie erreichte und vor dem Buckingham-Palast die Arme in die Luft warf, wusste der schnellste Rollstuhlfahrer der Welt: Er hatte es geschafft. Tausende von Menschen jubelten ihm zu und riefen seinen Namen. Nicht nur aus Begeisterung, sondern auch aus Liebe. Aus jener Zuwendung heraus, die man nur für Seinesgleichen empfindet. Das gelingt mit [Sprinter] Usain Bolt nicht. Ein Gigant, klar. Man bewundert ihn, man träumt von ihm, doch man weiß, er ist unerreichbar. Ihm hat die Welt etwas mehr mitgegeben, eine Begabung. Doch letztendlich ist er nur Athlet. Weir nicht. Weir hat die Welt weniger mitgegeben. Ihm fehlen die Beine. Aber er ist ein Mensch."
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