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Il Sole 24 Ore - Italien | Dienstag, 11. September 2012

Gut, dass Populisten keine Chance haben

Bei den Wahlen in den Niederlanden liegen die Sozialdemokraten und die Rechtsliberalen in Umfragen inzwischen gleichauf. Zum Glück haben die Populisten nichts mehr zu melden, zeigt sich die liberal-konservative Wirtschafszeitung Il Sole 24 Ore erleichtert: "Geert Wilders [der Vorsitzende der rechtspopulistischen Freiheitspartei PVV] wird seine brillante Performance von 2010 wohl kaum wiederholen. Die Gefahr der islamischen Unterwanderung der Niederlande, Steckenpferd seiner damaligen, hitzigen Kampagne, lässt die holländischen Wähler kalt. Der blonde Geert hat umgesattelt und an die Stelle der Islamophobie die Euro-Phobie gesetzt. Doch weder seine Kritik am Brüsseler Sparkurs - Wilders plädiert für die Rückkehr zum Gulden - noch seine Schmähreden gegen die Schuldenländer in Südeuropa, die nach Knoblauch stinken und den ehrenhaften Holländern das Geld aus der Tasche ziehen, finden Anklang. Auch der Sozialist Emile Roemer bereitet den europäischen Regierungen keine großen Sorgen. ... Seine Wahlkampagne gegen den Sparkurs, sein Aufbegehren gegen Brüssel, scheint wenig zu fruchten."

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