Trouw - Niederlande | Donnerstag, 13. September 2012
Niederländer haben genug von der Polarisierung
Die rechtsliberale Partei VVD von Premier Mark Rutte hat die Parlamentswahlen in den Niederlanden am Mittwoch knapp gewonnen und erhielt zwei Sitze mehr als die Sozialdemokraten (PvdA). Rechtspopulist Geert Wilders verzeichnete mit seiner Partei große Verluste. Die christlich-soziale Tageszeitung Trouw interpretiert das Wahlergebnis als Absage an eine Polarisierung der Politik: "Die Wähler haben der VVD und der PvdA viel Vertrauen geschenkt. Die Kräfte, die die politische Mitte aushöhlten und die Politik seit 2002 beherrschten, wurden gestoppt. Es kann einen nur mit Genugtuung erfüllen, dass die Wähler es hart bestrafen, dass sich die Wilders-Partei vor den Verhandlungen über ein Sparpaket im April gedrückt hat. Was den weiteren Kurs der Nation betrifft, herrscht nun Klarheit. Die Wähler sehen die Zukunft in Europa und die Lösungen für die Krise in einer Politik der Mitte. Die VVD und die PvdA haben nun die Pflicht, eine Regierung zu bilden und diese Wende zu markieren. ... Der Wähler hat, das muss nun ein für alle Mal klar sein, genug von der Polarisierung."
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