Libération - Frankreich | Mittwoch, 12. September 2012
Apple ist ein kaltes Monster
Apple hat am Mittwoch in San Francisco sein neues iPhone vorgestellt. Der US-Technologiekonzern weiß die Konsumenten nach wie vor zu verführen, doch entpuppt er sich dabei als mitleidsloses Monster, analysiert die linksliberale Tageszeitung Libération: "In diesem erbarmungslosen Konkurrenzkampf gibt es weder für die Mitarbeiter noch für die Kunden des Konzerns wirklich etwas zu gewinnen. Apple lässt seine Objekte der Begierde weiterhin in chinesischen Sweatshops herstellen, weit weg von der Campus-Stimmung in seinen Kantinen in Kalifornien, wo erlesene Tees gereicht werden. Die stolze Schönheit der Produkte, die geschmeidigen Displays und die menschelnde Software kommen den Käufer teuer zu stehen: Apple blockiert den Zugriff auf Musik und Presseerzeugnisse auf raffinierte Art und Weise, indem diese nur über seine Stores zugänglich sind, und sichert sich so den größtmöglichen Profit. [Der 2011 gestorbene Apple-Gründer] Steve Jobs war so stark, dass er seine Produkte zum Köder für eine freiwillige Unterwerfung machen konnte."
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