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Basler Zeitung - Schweiz | Dienstag, 18. September 2012

Euro-Rettung gefährdet die Schweiz

Die Schweizer Nationalbank hat am vergangenen Donnerstag erklärt, an der im September 2011 eingeführten Wechselkurs-Untergrenze von 1,20 Schweizer Franken pro Euro festzuhalten. Nach der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen, könnte die enge Koppelung zum Problem für die Schweiz werden, denn auch sie wird mit Inflation zu kämpfen haben, prophezeit die konservative Basler Zeitung: "Das Problem der Schweiz ist, dass die EZB eine hohe Inflation in Kauf nimmt, um den Euro zu retten. Da der Franken via Mindestkurs an den Euro gekoppelt ist, werden wohl auch in der Schweiz mittelfristig die Preise steigen müssen. Die Schweiz hängt mittendrin, obwohl sie weder der EU noch dem Euroland beigetreten ist. Im Euroland nimmt man die Schaffung des inflationären Potenzials gelassen hin. ... Europa setzt die Prioritäten heute anders als früher. Ein inflationsfreies Umfeld steht nicht mehr an oberster Stelle, sondern das Überleben der europäischen Krisenwährung. Mit Ausnahme der Deutschen Bundesbank kümmert sich niemand um die Kosten dieser Rettungsaktion."

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