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Público - Portugal | Dienstag, 18. September 2012

Politiker werden Wut der Portugiesen spüren

Bei einer der größten Kundgebungen aller Zeiten in Portugal haben am Samstag Hunderttausende gegen die neuen Sparmaßnahmen protestiert und eine gerechtere Verteilung der Lasten verlangt. Das Volk hat vollkommen Recht, meint die liberale Tageszeitung Público: "Die Regierung will offenbar nicht erkennen, dass sich die Empörung der Menschen nicht gegen die harten Einschnitte selbst richtet, sondern gegen die daraus resultierende Ungleichheit und Ungerechtigkeit - besonders gut erkennbar am [für 2013 geplanten] Anstieg der Sozialabgaben. Sie richtet sich auch gegen die Unverschämtheit, mit der man die Löhne der Arbeitnehmer kürzt und sie den Arbeitgebern ausliefert. Und gegen die Unverfrorenheit, mit der man das Kapital verschont. ... Am Samstag hat sich zweifellos gezeigt, dass es eine rote Linie gibt und dass diese erreicht und überschritten worden ist. ... Der fatale Fehler, den alle Fanatiker wie [Finanzminister] Gaspar und unterwürfige Politiker wie Premier Passos Coelho begehen, ist der Glaube daran, dass die Stärke der Starken sie immer vor der Wut der Schwachen beschützen wird. Aber das wird nicht immer so bleiben."

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