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Jornal de Negócios - Portugal | Mittwoch, 19. September 2012

Sparpaket zerstört Portugals Zusammenhalt

In Portugal sind mit der Ankündigung neuer Sparmaßnahmen die Renditen für Staatsanleihen wieder deutlich gestiegen. Die portugiesische Regierung beschreitet einen gefährlichen Weg, warnt die wirtschaftsliberale Tageszeitung Jornal de Negócios: "Was uns bislang von Italien, Spanien und Griechenland unterschied, war der politische und soziale Grundkonsens bezüglich des Sparprogramms. Doch dieser erscheint gegenwärtig eher wie eine Fata Morgana. Und die Konsequenzen sind eindeutig. ... Die Renditen für portugiesische Staatsanleihen - egal mit welchen Laufzeiten - steigen, während die italienischen und spanischen weiter fallen. Das heißt: Laut unseren Gläubigern beschreiten wir einen gefährlichen Weg. ... Die Troika hat uns mehr Zeit, aber nicht mehr Geld gegeben. Sprich: Was die Hilfssumme von 78 Milliarden Euro überschreitet, müssen wir selbst finanzieren. Und genau deshalb müssen Premier Passos, [Außenminister] Portas und [Oppositionsführer] Seguro aufpassen. Jeder mag seine eigene Agenda haben, aber es gibt etwas Wichtigeres: unser Land nämlich. Kapiert?"

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