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Der Standard - Österreich | Montag, 24. September 2012

Österreichs Kanzler entzieht sich Aufklärung

In Österreich haben Parteiquerelen in der vergangenen Woche den vom Parlament eingesetzten Korruptions-Untersuchungsausschuss, der zahlreiche Skandale des vergangenen Jahrzehnts untersuchen soll, beinahe zum Scheitern gebracht. Die linksliberale Tageszeitung Der Standard kritisiert, dass sich Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) der Aussage vor dem Ausschuss entzogen hat: "Beim Verhalten des SPÖ-Führungsklüngels in der U-Ausschuss-Causa ist ... einfach keine Rationalität mehr zu erkennen. Damit er nicht vor dem U-Ausschuss aussagen muss, schießt sich der Kanzler selbst ins Knie - und damit es sich auch richtig lohnt, gleich in alle beide. Faymann und seine 'Strategen' haben es durch ihre Taktierei die Politik einmal mehr diskreditiert und es obendrein geschafft, dass der Kanzler als derjenige in der Öffentlichkeit dasteht, der scheinbar am meisten zu verbergen hat. Das muss man angesichts der Diebe und Räuber bei der Konkurrenz erst einmal schaffen! Da muss man schon sagen: Hut ab, angesichts dieser taktischen Glanzleistung!"

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 24. September 2012

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