The European - Deutschland | Dienstag, 25. September 2012
Widerstand gegen Hass-Prediger wächst
Das umstrittene Mohammed-Video hat weltweit für heftige Unruhen gesorgt, radikale Islamisten rufen zu Mordanschlägen auf. Doch der zivile Widerstand gegen die Hass-Prediger wächst, schreibt der Nahost-Korrespondent Jörg Armbruster auf dem Debattenportal The European: "Wer den Propheten beleidigt, der beleidigt alle Muslime. Deswegen gehen sie auf die Straße, friedlich zumeist, aber gelegentlich explodiert der Zorn über die Beleidigung und entlädt sich als Hass auf den Westen im Allgemeinen, auf die USA und Israel im Besonderen. ... Der Hass auf Amerika ist eine der wichtigsten Politkonstanten in dieser Region, ein Brandbeschleuniger, den Politiker und Prediger absichtsvoll einsetzen. Kaum eine Demonstration ohne brennende US- und Israelfahnen. 'Stimmt nicht!', rufen empört die jungen Ägypter, die vor einem Jahr elf Tage lang den Tahrir-Platz besetzt hatten. Keine US-Fahne hatte gebrannt, Israel hatte überhaupt keine Rolle gespielt. Auf dem Tahrir-Platz hatten Hunderttausende demonstriert, vor der amerikanischen Botschaft in Kairo in diesen Tagen höchstens zweitausend. Die jungen Ägypter rennen nicht mehr jedem Rattenfänger nach, der vorgibt, den Islam verteidigen zu wollen."
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