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L'Humanité - Frankreich | Mittwoch, 18. Oktober 2006

Der Film "Bamako" und die europäische Wahrnehmung Afrikas

Für seinen Film 'Bamako' hat sich der mauretanische Filmemacher Abderrahmane Sissako einen Prozess zwischen Afrika und internationalen Kreditgebern vorgestellt. In einem Gespräch mit Dominique Widemann erklärt Sissako, warum die Europäer ihre Wahrnehmung illegaler Einwanderung verändern müssen. "Ich würde mir wünschen, dass dieser Film dazu beiträgt, die Ignoranz zu durchbrechen. Die Antwort der EU erscheint mir insofern paradox, als sie Barrieren errichtet, obwohl diese niemals ausreichen können. Männer und Frauen riskieren ihr Leben, indem sie an Bord eines Einbaums auf See gehen, der tage- und nächtelang zwischen riesigen Schiffen hindurchtreibt. Sie stranden in völliger Gleichgültigkeit mitten in Europas fischreichsten Gewässern, nahe der spanischen Küste. Jemand, der zu essen hat und seine Familie ernähren kann, geht nicht einfach so fort, ohne jegliche Garantie anzukommen, nur weil er irgendwo ein paar gelbe oder rote Lichter hat leuchten sehen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 20. Oktober 2006

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