Fakt - Polen | Dienstag, 2. Oktober 2012
Polens Opposition erringt PR-Erfolg
Die polnische nationalkonservative Oppositionspartei PiS hat am Montag den parteiunabhängigen Soziologie-Professor Piotr Gliński als Gegenkandidaten zum amtierenden Premier Donald Tusk vorgestellt. Die PiS will ein konstruktives Misstrauensvotum in den Sejm einbringen, das allerdings geringe Chancen hat, weil sie keine Mehrheiten hat. Immerhin erringt die Partei damit einen PR-Erfolg, analysiert die konservative Boulevard-Zeitung Fakt: "Einen gewichtigen Wissenschaftler kann man natürlich nur schwerer angreifen als etablierte Politiker. Und Professor Gliński hat bei seinem ersten Auftritt vor Journalisten (deren Verhalten oft an der Grenze zur Arroganz liegt) gezeigt, dass er mit den Medien umgehen kann. Das zeigt, dass die PiS konsequent an ihrem Image feilt: dem einer Partei, die ernst zu nehmen ist und sich auf unabhängige Experten stützt. ... Die Frage ist nun: Wie weiter? Wie soll die Vision eines Kandidaten für das Amt des Regierungschefs aussehen, der eigentlich gar nicht Premier werden kann? ... Warten wir mal ab. Die PiS hat zunächst einmal Pluspunkte gesammelt."
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