Die Presse - Österreich | Freitag, 5. Oktober 2012
Romney bislang unterschätzt
Die erste TV-Debatte im US-Wahlkampf hat am Mittwoch nach Ansicht vieler Kommentatoren der Republikaner Mitt Romney für sich entschieden. Sowohl Präsident Barack Obama als auch die Medien hatten den republikanischen Herausforderer unterschätzt, befindet die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: "Der Präsident fuhr monatelang gut mit dem Konzept, seinen Konkurrenten als geldgierigen Tollpatsch darzustellen und lediglich auf dessen Fehler zu warten. Es fanden sich genug Journalisten, die jeden unbedeutenden Lapsus des Republikaners aufbliesen und hingebungsvoll in die sogenannte Pannenserie einreihten. Diese Taktik ging nun nach hinten los. Denn beim ersten großen Anlass, bei dem sich viele Amerikaner 90 Minuten lang selbst ein Bild von den Kandidaten machen konnten, blieb Romney fehlerfrei und klar über den Erwartungen. Ein Rennen, das schon entschieden schien, ist dadurch wieder spannend geworden."
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