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The Independent - Großbritannien | Sonntag, 14. Oktober 2012

BBC verharmlost jahrzehntelangen Missbrauch

In der vergangenen Woche haben mehrere mutmaßliche Opfer und Zeugen in Fernsehsendungen erzählt, dass der im vergangenen Jahr verstorbene Starmoderator der BBC, Jimmy Savile, über Jahrzehnte hinweg Kinder missbraucht haben soll. Kolumnistin Yasmin Alibhai-Brown beklagt in der linksliberalen Tageszeitung The Independent eine Kultur des Wegschauens und Leugnens bis zum heutigen Tag: "Die von Savile belästigten und vergewaltigten Kinder wussten, dass man ihnen nicht glauben würde. Selbst wenn sie heute über die Ereignisse sprechen, fühlen sie sich, als ob sie niemand hört. ... Für mich ist das eine Nation, die die Augen vor der Wahrheit verschließt und unfähig ist, dem Bösen ins Auge zu schauen. Wir müssen davon ausgehen, dass es weitere Täter gegeben hat, die nie entlarvt werden. ... Saviles schreckliche Verbrechen werden verharmlost. Experten schwafeln etwas über die damalige 'Kultur', BBC-Reporter erklären uns, als wären sie im Kinderfernsehen, diese komischen alten Zeiten, als DJs und Popstars junge Fans befummeln oder sich ihnen aufdrängen konnten. ... Diejenigen, die dafür verantwortlich gewesen wären, schauten nicht hinter die Kulissen, um festzustellen, was sich dort abspielte. Auch heute kann sich die Gesellschaft der Realität nicht stellen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 15. Oktober 2012

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