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Lidové noviny - Tschechien | Montag, 15. Oktober 2012

Orthodoxe Prager Kommunisten im Aufwind

Bei den tschechischen Regionalwahlen am Samstag sind die Parteien der Mitte-rechts-Koalition in Prag für ihre rigide Sparpolitik und für zahlreiche Korruptionsfälle abgestraft worden. Die Gewinner sind die orthodoxen Kommunisten, beklagt die konservative Tageszeitung Lidové noviny: "Die heutigen Kommunisten sind keine Mörder wie die der 1950er Jahren. Aber ihr Denken und Trachten unterscheidet sich kaum von dem der Kommunisten Ende der 1980er Jahre. Im gesellschaftlichen Diskurs werden sie kaum beachtet. Die meisten Medien ignorieren sie und ihr Programm. Die Kommunisten hielten sich aus allen Kontroversen heraus, haben aber nie ihre Prinzipien aufgegeben. Jetzt sind sie die einzige Partei ohne Skandale und gewinnen Stimmen. Die Aussicht, dass sie in ein oder zwei Jahren unter dem Chef der Sozialdemokraten, Bohuslav Sobotka, wieder einer Regierung angehören könnten, ist leider sehr wahrscheinlich. Auch angesichts der Tatsache, dass die rechten Parteien mit ihrer Selbstvernichtung immer weiter voranschreiten."

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