Rzeczpospolita - Polen | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Das Weimarer Dreieck
Das "Weimarer Dreieck" - in Person der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, des französischen Präsidenten Jacques Chirac und des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski - hat sich gestern im Saarland getroffen. Viele Kommentatoren betonen, es habe keine konkreten Ergebnisse gegeben, die Standpunkte zum EU-Beitritt der Türkei gingen nach wie vor auseinander. Piotr Buras vom Zentrum für Internationale Beziehungen sieht das anders: "Es ist gut, dass es endlich zu dem 'Weimarer Dreieck'-Gipfel kam. Ein weiteres Signal dafür, dass die Konflikte und Emotionen, an denen es in der letzten Zeit in den deutsch-polnischen Beziehungen nicht mangelte, leiser werden. Das 'Weimarer Dreieck' ist für Polen eine große Chance, die Machthaber der wichtigsten und mächtigsten Staaten der EU zu treffen und ihnen sachlich unseren Standpunkt darzulegen. Andere Mitglieder der Union, zum Beispiel Spanien, haben diese Möglichkeit nicht. Dass der polnische Präsident seine Partner zum nächsten Treffen nach Polen eingeladen hat, ist ein gutes Zeichen für die Zukunft."
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