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Postimees - Estland | Montag, 22. Januar 2007

Die Türkei nach dem Mord am Journalisten Hrant Dink

Der Tod von Hrant Dink erinnert Erkki Bahovksi an die Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja im Oktober letzten Jahres. Beide Fälle hätten grundsätzliche Kritik an der Demokratie in den jeweiligen Ländern ausgelöst. Allerdings habe Erdogan – anders als Putin – die Tat umgehend verurteilt: "Die Morde an Anna Politkowskaja und an Hrant Dink oder besser gesagt, die Reaktionen auf diese Taten, haben gezeigt, wer zu Europa gehört und wer nicht. Natürlich hat die Türkei Probleme, die Zypernfrage ist ungelöst, ebenso die Aufarbeitung des Völkermords an den Armeniern. Aber im Gegensatz zu Russland befindet sich die Türkei auf dem richtigen Weg. Man kann nicht behaupten, die Türkei wolle nur einen positiven Eindruck erwecken, um in die EU zu gelangen. Die Türken sind vielmehr selbst davon überzeugt, dass Europa ihnen die Werte bringt, durch die sich ihr Land weiterentwickelt. Wohin aber Russland steuert, weiß keiner so recht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 22. Januar 2007

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