Gândul - Rumänien | Donnerstag, 1. Februar 2007
Arbeitskräfteschwund in Osteuropa
Liana Subtirelu stellt besorgt fest, dass immer mehr Ärzte nach Frankreich und Großbritannien auswandern, wo sie das Zehn- bis Zwanzigfache eines rumänischen Arztgehaltes verdienen können, das bei derzeit rund 130 Euro pro Monat liegt: "Die Behörden bemerken nun, dass nach den 'Erdbeerpflückern' eine andere berufliche Schicht vom Exodus betroffen ist: die Mediziner. Das medizinische Personal ist bereits vor dem EU-Beitritt ausgewandert, doch war die Zahl der Auswanderer noch nicht so hoch, dass man sich Sorgen machte. Inzwischen sind in Rumänien Firmen aufgetaucht, die Spezialisten rekrutieren. Die ersten kamen aus Großbritannien und suchten Zahnärzte. Dann kamen Firmen aus Frankreich... Das Gesundheitsministerium scheint wie gelähmt. Zum mangelhaften System kommt hinzu, welch geringen Respekt man den Medizinern im eigenen Land entgegenbringt. Kaum im Amt, sprach Gesundheitsminister Eugen Nicolaescu davon, wie korrupt die Mediziner seien."
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