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Europa Sur - Spanien | Donnerstag, 5. April 2007

Eon scheitert mit der Übernahme von Endesa

Nach mehrmonatigen Verhandlungen hat der deutsche Energiekonzern Eon sein Übernahmeangebot für das spanische Unternehmen Endesa zurückgezogen. Stattdessen hat er eine Vereinbarung mit den beiden Hauptaktionären des spanischen Unternehmens, Enel und Acciona, getroffen, im Zuge dessen sich Eon mit einem Aktienpaket im Wert von etwa 10 Millarden Euro bei Endesa- und Enel-Beteiligungen in Spanien, Italien und Frankreich einkaufen kann. Die Tageszeitung zieht eine erste Bilanz: "Es lässt sich behaupten, dass Spanien das Paradebeispiel eines interventionistischen Staates ist und einen ähnlichen Protektionismus an den Tag legt wie Italien, Frankreich oder Deutschland, wo die staatliche Beteiligung an Energieunternehmen eine ähnlich wichtige Rolle spielt. Im Übrigen besteht kein Zweifel, dass die Endesa-Aktionäre die Gewinner sind, weil ihre Aktien beträchtlich aufgewertet wurden. Und was haben die spanischen Bürger davon? Keine der vorgeschlagenen Möglichkeiten schien sich in Bezug auf Preis oder Qualität aufzudrängen. Aber es ist anzunehmen, dass die spanische Wirtschaft vom 'Firmensitz' profitieren wird und in diesem Sinne ist die derzeitige Lösung wohl besser, als wenn Endesa in die Hände einer Firma geraten wäre, die ihren Sitz in Deutschland hat."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 5. April 2007

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