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taz - Deutschland | Donnerstag, 12. April 2007

Stimme der konservativen Muslime in Deutschland

Daniel Bax gegrüßt, dass mehrere muslimische Verbände in Deutschland sich zu einem Koordinierungsrat zusammengeschlossen haben, auch wenn der Rat längst nicht alle in Deutschland lebenden Muslime vertritt - "wie auch die Gewerkschaften nicht alle Arbeitnehmer und die Kirchen nicht alle Christen vertreten". Dennoch meint Bax: "Wenn [die Muslime] künftig mit 'einer Stimme' sprechen, dann wird es dabei auch um wichtige Fragen gehen: Wer soll künftig islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen veranstalten? Und wer für 'die Muslime' einen Sitz im Rundfunkrat einnehmen? Für all diese Fragen braucht die deutsche Politik nach dem deutschen Staatskirchenrecht einen Ansprechpartner auf muslimischer Seite. Nun hat sie ihn. Dass der neue Koordinierungsrat den eher konservativen Teil der Muslime vertritt, ist kaum zu vermeiden und auch nicht so tragisch. Schließlich geht es um jene Muslime, denen etwa die religiöse Erziehung ihrer Kinder am Herzen liegt. Und ist es nicht besser, wenn diese ihre Kinder in einen islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen schicken - als in Korankurse, die keinerlei Kontrolle unterliegen?"

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 12. April 2007

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