Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 2. Mai 2007
Peter Zadek und der europäische Theaterpreis
In Thessaloniki ist der von der Europäischen Union und dem griechischen Kulturministerium gestiftete Europäische Theaterpreis (60.000 Euro) – mit einem kleinen Eklat - vergeben worden. Eigentlich sollten ihn sich in diesem Jahr der Kanadier Robert Lepage und der deutsche Regisseur Peter Zadek teilen. Zadek wurde der Preis jedoch wieder aberkannt, weil er nicht persönlich zur Preisverleihung kam – angeblich war er wegen Proben verhindert. Dirk Pilz berichtet: "Die Besucher erfuhren es gleich zu Beginn des viertägigen Treffens aus der Gerüchteküche; von offizieller Seite gab's dagegen keine Stellungnahme, lediglich der Hinweis auf das Statut: Wer nicht selbst erscheint, bekommt auch nichts. Zadek blieb in Berlin und sandte einen scharfen Brief an die Organisatoren, in dem er ihnen vorwarf, sich lächerlich zu machen: Er glaubte, den Preis für sein Lebenswerk, nicht für das Benutzen der Olympic Airline zu erhalten... Die Veranstalter reagierten mit beleidigtem Trotz und sorgten (auch in allerlei anderen Fällen) für ein organisatorisches Chaos. Der Kanadier Robert Lepage war jedenfalls in Griechenland, zeigte Ausschnitte jüngerer Arbeiten und erhielt wie vereinbart die Hälfte des Preisgeldes."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Bühne, » Kulturpolitik, » Griechenland, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Dirk Pilz
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 2. Mai 2007