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Dagens Nyheter - Schweden | Freitag, 18. Mai 2007

Russischer Online-Krieg gegen Estland?

Im Zuge des russisch-estnischen Konfliktes um das sowjetische Kriegerdenkmal in Tallinn hat es wiederholt Attacken auf offizielle estnische Websites gegeben, unter anderem auf die Homepage der Regierung. Auch führende Banken wie die Tochter der schwedischen SEB, Eesti Uhispank, waren betroffen. Es gebe Anzeichen dafür, dass dieser "Internet-Krieg" vom Kreml ausgehe, meint Peter Wolodarski. "Estland ist noch stärker vom Internet abhängig als Schweden: Die Bürger können per Internet wählen, viele amtliche Formulare werden im Netz ausgefüllt. Wenn es Beweise dafür gibt, dass der russische Staat Sabotage gegen estnische Websites initiiert und betrieben hat, dann muss Moskau zur Verantwortung gezogen werden. Rein juristisch ist unklar, ob die Situation mit einem bewaffneten Angriff verglichen werden kann - nicht weil ein Internet-Krieg harmlos wäre, sondern weil das Völkerrecht noch nicht an die Wirklichkeit der Internet-Ära angepasst worden ist."

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