Berliner Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 7. Juni 2007
Streit um Moscheebauten in deutschen Städten
In Deutschland wird darüber gestritten, ob in den Stadtzentren neue Moscheen errichtet werden sollen oder nicht. Jüngster Anlass ist das Vorhaben einer Zentralmoschee in Köln. Michaela Schlagenwerth meint, mit den Moscheenbauten werde der Islam sichtbar und das fördere die Integration der Muslime in die deutsche Gesellschaft: "Kompetente, unbequeme Kritiker werden gebraucht. Sie müssen sich allerdings entscheiden, ob sie die Ankunft des Islam in Deutschland unterstützen oder verhindern wollen. Fest steht: Der Islam in Deutschland verändert sich und das nicht nur innerhalb der Vereine. Die Muslime kommen heraus aus dem Schatten der Hinterhöfe und werden zu einem sichtbaren, greifbaren Teil der deutschen Gesellschaft. Dort, wo es bereits Moscheen gibt, ähneln sich die Berichte: An die Stelle der Ängste tritt ein nachbarschaftliches Verhältnis; Schüler-, Senioren- und andere Gruppen besuchen Führungen, und in ihren Prospekten werben die Städte recht gern mit Bildern, die ein Minarett in ihrer Skyline aufweisen."
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