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Financial Times - Großbritannien | Dienstag, 26. Juni 2007

Das Scheitern des europäischen Demokratieversuchs

"Auf dem EU-Gipfel ist viel passiert. Das wichtigste ist aber wohl, dass die EU nun endgültig die Idee begraben hat, dem durchschnittlichen Europäer verständlich zu machen, was sie da tut", schreibt Kolumnist Gideon Rachman. "Die europäischen Führer sind gründlich die EU-Verfassung durchgegangen und haben alles, was zu verständlich war, durch undurchsichtige Formulierungen ersetzt... Die EU hat ein Dokument mit viel Nonsens produziert und ist so zu ihrer ursprünglichen Natur zurückgekehrt. Wie die meisten Romane von Nabokow wurden die EU-Verträge kaum gelesen, doch sie genießen trotzdem den Ruf, verworren und unmoralisch zu sein, gepaart mit einem Hauch von Perversion. EU-Beamte fanden das traurig und so war die Verfassung ein kurzer, gescheiterter Versuch, die Dinge zurecht zu rücken. Dieses Wochenende steht für das Ende des Versuchs der EU, mehr Transparenz und Popularität zu wagen. Wie Nabokow wird die Union nun wieder nur Interesse bei einer kleinen Gruppe von Spezialisten, Fans und Kritikern hervorrufen."

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