Hospodářské noviny - Tschechien | Freitag, 29. Juni 2007
Währungsunion: Euro-Neulinge unerwünscht?
Laut der Nachrichtenagentur Reuters stellt die Europäische Zentralbank (EZB) in einem internen Schreiben den für 2009 geplanten Beitritt der Slowakei zur Währungsunion in Frage. Der Grund: Die EZB zweifelt daran, ob die dortige Inflationsrate, die derzeit alle Euro-Bedingungen erfüllt, auch "nachhaltig" gesenkt werden konnte. Jan Machacek ist enttäuscht von der Haltung der EZB: "Bisher sah es so aus, als ob die Maastricht-Kriterien genau so gelten, wie sie festgeschrieben sind, und dass ein Land problemlos in die Währungsunion aufgenommen wird, wenn es diese erfüllt. Doch kürzlich hat die EZB Litauen nicht aufgenommen - eine unerwartete und strenge Entscheidung, denn das baltische Land hatte die Inflationskriterien nur um ein Zehntelprozent verfehlt. Doch jetzt kommt mit der Slowakei ein noch viel strengerer Fall: Nun reicht schon nicht mehr das bloße Erfüllen der geforderten Bedingungen, sondern die EZB beginnt nun auch zu prüfen, ob sie langfristig zu halten sind. ... Das ist ein klares Signal: Im elitären Euroklub sind die 'Ostler' momentan unerwünscht."
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