El País - Spanien | Freitag, 29. Juni 2007
Das hedonistische Spanien
Vincente Verdú fragt sich angesichts steigender Kokain-Konsumentenzahlen in Spanien, ob das Land nun den Preis für sein Image als Hedonistenparadis zahlt: "Im Verlauf der letzten zehn oder fünfzehn Jahre haben alle Umfragen ergeben, dass Spanien der beste Ort zum Leben ist. Einwanderer aus dem Süden, dem Norden und dem Osten haben in Spanien ein Land gesehen, das gewähren lässt - wie man an Orten wie San Fulgencio sieht, wo zwei Drittel der Bevölkerung Ausländer sind... Innerhalb weniger Jahrzehnte hat das rückschrittliche Spanien seine Türen geöffnet und überlässt das Feld nun Eskapaden aller Art... Der gute Wein fließt in Strömen, die Rauchverbote werden nicht umgesetzt und die Kokain-Linien sind so lang, dass man mit ihnen das Land durchqueren könnte. Die blitzschnelle Entwicklung des Vergnügens ist zu einem echten wissenschaftlichen Thema der Forschung und Entwicklung in diesem Land geworden - und das ganz ohne die sonst so intensiven Wissenschaftsplanungen."
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