Sega - Bulgarien | Donnerstag, 5. Juli 2007
Frauenhandel in Bulgarien
In einem Jahr sind mehr als 300 Frauen in Bulgarien Opfer von organisierten Frauenhändlern geworden - das sind die offiziellen Zahlen. Zwar klärt der Staat nun verstärkt Eltern und junge Frauen über das Risiko von Schlepperbanden und Zwangsprostitution auf, doch das Problem bleibt bestehen. Denislaw Tsonew erklärt, warum: "Je ärmer ein Land ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich seine Menschen der Prostitution zuwenden. Und je kleiner die Stadt, umso größer die Auswahl an Opfern für die Menschenhändler: arme und ungebildete Menschen. Bulgarien erfüllt alle Voraussetzungen, um Prostituierte an die reichen Länder Europas zu verkaufen. Die Ziele heißen Deutschland, Frankreich, Holland, Belgien und Italien. Bulgarien führt dem Westen Prostituierte zu und ist zunehmend auch Transitland für Frauen aus der Ukraine, Moldau, Russland oder Rumänien."
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