Sydsvenskan - Schweden | Donnerstag, 26. Juli 2007
Schwedischer Erfolg gegen Prostitution
Ende der 1990er Jahre, als Deutschland ebenso wie Belgien und die Niederlande die Prostitution legalisierte, schlug Schweden den "harten" Weg ein und stellte den Kauf von Sex unter Strafe, kriminalisierte also die Freier. Mittlerweile gilt Schweden zumindest im nördlichen Europa als Vorbild, analysiert die Zeitung: "In Deutschland gibt es etwa 400.000 Prostituierte. Deren Legalisierung sollte ihrer Diskriminierung entgegenwirken... Aber eine radikale Verbesserung ihrer Situation hat nicht stattgefunden. Nur ein Prozent aller Prostituierten hat sich der Arbeitslosenversicherung angeschlossen. Die Grünen, die besonders aktiv für das Gesetz eingetreten waren, sind heute in der Opposition, und die CDU mag das Gesetz nicht. Der Wind hat sich gedreht... In Schweden gibt es vergleichsweise wenig Prostituierte. Eine Erklärung dafür ist die erfolgreiche Meinungsbildung der schwedischen Frauenbewegung Ende der 1970er Jahre... Infolge des Sexkauf-Gesetzes ist die Prostitution aus dem Straßenbild verschwunden. Eine genaue Auswertung des Gesetzes hat es noch nicht gegeben. Aber das ist wohl auch nicht nötig. 80 Prozent der schwedischen Bevölkerung befürworten das Gesetz."
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