Navigation

 
La Repubblica - Italien | Mittwoch, 25. Juli 2007

Andrzej Wajda über das Massaker von Katyń

Der polnische Regisseur Andrzej Wajda erklärt Benedetti Craveri im Interview, warum er einen Film über das Massaker von Katyń gedreht hat. Etwa 15.000 bis 20.000 polnische Offiziere und Zivilisten wurden bei dem Massaker im Jahr 1940 von Einheiten des sowjetischen Geheimdiensts in der Nähe des heute russischen Orts umgebracht. "Katyń ist tief im Gedächtnis der Polen verankert... Das kommunistische Regime war nie bereit, die Wahrheit über Katyń zuzulassen, es durfte kein Buch erscheinen, keine Debatte über das Thema geben. Die Erinnerung belastete die Beziehungen zwischen Polen und Russland sehr... Auch die Haltung der Alliierten hat die Beziehungen Polens zum Westen beeinträchtigt. Ihr Schweigen zum Massaker wurde als Verrat empfunden. Das trug dazu bei, dass sich 1945, auch wenn man die Schuldigen kannte, viele Angehörige der polnischen Elite dem Kommunismus zugewandt haben."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 26. Juli 2007

Weitere Inhalte