România Liberă - Rumänien | Donnerstag, 2. August 2007
Rumänien trauert um verstorbenen Patriarchen
In Rumänien herrscht tiefe Trauer über den Tod von Teoctist, Patriarch der rumänisch-orthodoxen Kirche. Rund 90 Prozent der Rumänen bekennen sich zur orthodoxen Kirche, so auch Sorin Alexandrescu, der kritische Worte für das verstorbene Kirchenoberhaupt findet: "Im Dezember 1989 solidarisierte sich der Patriarch mit [Ex-Diktator] Ceausescu und unterstützte damit die Repressionen gegen die Revolution in Timişoara. Tage später schwappte die Revolution nach Bukarest über, der Diktator starb und 1989 wurde das erste Weihnachtsfest in Freiheit gefeiert. Der Patriarch hat seine einstige Aussage niemals widerrufen, sie blieb die offizielle Erklärung der orthodoxen Kirche... Auch wenn man heute die Bestrafung der Schuldigen für das damalige Blutvergießen fordert, meint damit niemand die Aufklärung der Rolle des Patriarchen. Ein beklemmendes Gefühl herrscht unter den Gläubigen und selbst unter Nicht-Gläubigen. Der Patriarch verkörpert die Kirche, und eine Kritik an ihm wird als Angriff auf die Kirche gewertet."
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