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Pravda - Slowakei | Donnerstag, 9. August 2007

Streit zwischen Premier und Journalisten

Der slowakische Premier Robert Fico legt sich seit Tagen mit Journalisten an, die die Sozialministerin Viera Tomanová der Korruption beschuldigen. Wegen des politischen Drucks regierungsfreundlich berichten zu müssen, haben nun mehr als ein Dutzend Redakteure des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gekündigt. Fico gehe zu weit, meint Kommentator Dag Danis. "Wer sich noch an die Zeit der Meciar-Ära erinnert, weiß, dass die Welt des damaligen Premiers nur einfach schwarz-weiß war. Jeder, der die [Meciar-Partei] HZDS kritisierte, wurde öffentlich als Landesverräter im Dienste von Tschechen, Ungarn oder Juden gebrandmarkt. Auch die Welt Robert Ficos verliert an Farbe. Jeder, der seine Partei Smer oder die Geschäfte seiner Sozialministerin kritisiert, wird öffentlich als Verräter der arbeitenden Menschen, als 'Agent der Kapitalisten' bezeichnet. Der Premier bedient sich damit einer harten, groben und dazu auch noch arroganten Demagogie."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 9. August 2007

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