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Dagens Nyheter - Schweden | Sonntag, 16. September 2007

Kopfgeld auf schwedischen Karikaturisten

Eine irakische Terrorgruppe, die Teil der al Qaida ist, hat ein Kopfgeld von 100.000 Dollar auf den schwedischen Künstler Lars Vilks ausgesetzt. Vilks hatte den Propheten Mohammed als Rondellhund karikiert. Auf den Chefredakteur der Lokalzeitung Nerikes Allehanda, die Vilks Karikatur publizierte, wurde 50.000 Dollar Kopfgeld gesetzt. "Jetzt hat Schweden eine eigene Rushdie-Affäre", schreibt die Zeitung, die - wie die Mehrzahl der großen schwedischen Blätter - Vilks Karikatur ebenfalls veröffentlicht hat. "Nun ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich gegen die Terroristen aufstehen. Weil al Qaida im Namen des Islam agiert, gilt das nicht zuletzt für Muslime und muslimische Organisationen. Die Trennungslinie verläuft nicht zwischen Ost und West, nicht zwischen Muslimen und Christen, sondern zwischen Toleranz und Terror. Diese Frontlinie zieht sich durch den Irak und durch Westeuropa. Flüchtlingsströme und Drohungen zeigen, dass wir ein gemeinsames Problem haben und dass wir alle Stellung beziehen müssen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 17. September 2007

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