ABC - Spanien | Dienstag, 25. September 2007
Keine gemeinsame europäische Verteidungspolitik
Am 24. September sind bei einem Anschlag in Afghanistan zwei spanische Soldaten getötet und sechs verletzt worden. Valentí Puig nimmt den Vorfall zum Anlass, um über eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik nachzudenken. "In der EU redet man immer von einer gemeinsamen Außenpolitik, gar von einer gemeinsamen europäischen Armee, aber die Schwierigkeiten, den Nato-Einsatz in Afghanistan zu koordinieren, sollten reichen, um zu begreifen, warum man auf der Stelle tritt. Außerdem will die Nato ihre schnelle Eingreiftruppe abschaffen. Sie behauptet, das solle nach dem Irakkrieg geschehen, doch es wird immer einen Konflikt auf der Welt geben. Die Europäer haben zwar ihren Willen bekundet, in einer globalisierten Welt ganz vorne mitzuspielen - aber im Moment ist das bloßes Wunschdenken... Die 27 Mitgliedsstaaten haben noch immer kein Solidaritätsabkommen unterzeichnet, das eine Intervention erlauben würde, wenn einer angegriffen wird."
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