Navigation

 
Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 24. Oktober 2007

Eine Dokumentationsstätte zur Vertreibung der Deutschen

Constanze von Bullion sieht gute Chancen, dass unter der Federführung der deutschen Bundesregierung ein Dokumentationszentrum entsteht, das an die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert, ohne Polen oder Tschechien zu brüskieren: "Ein Erinnerungsort, der vom Bund finanziert wird und ein so sensibles Thema behandelt, ist zum Scheitern verurteilt, wenn er von einer umstrittenen Figur wie [der Präsidentin des Vertriebenenverbandes] Erika Steinbach konzipiert wird... Sie hat die großen, oft auch irrationalen Ängste der osteuropäischen Nachbarn ignoriert, statt ihnen zu signalisieren: Ihr werdet ernst genommen. [Bundeskanzlerlin] Merkel weiß das, und sie weiß auch, wie wichtig Diplomatie im europäischen Einigungsprozess ist. Wenn sie einen Ort der Erinnerung will und Frieden zwischen Deutschen und Polen, und beides will sie zweifellos, wird sie den Bund der Vertriebenen dahin rücken müssen, wo er hingehört. Aus dem Zentrum der Debatte an ihren Rand."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 24. Oktober 2007

Weitere Inhalte