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Financial Times - Großbritannien | Freitag, 11. Januar 2008

Blairs neue Doppelrolle

Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair wird Berater des Finanzdienstleisters JPMorgan Chase. Die Zeitung bemängelt, dass er gleichzeitig internationaler Gesandter für den Nahen Osten ist. Das sei eine "unwillkommene Vermengung öffentlicher und privater Rollen". "Es hat etwas Beunruhigendes, wenn Politiker ihren Ruhm nach ihrem Abgang zu Geld machen. Doch diesen Preis müssen wir zahlen, wenn wir wollen, dass die Besten und Schlauesten in die Politik gehen und nicht gleich Banker werden oder, wie im Falle Blair, Rechtsanwälte bleiben. Allerdings ist es nicht akzeptabel, beides gleichzeitig zu tun. Blair wird sicher einen Aufruf für Frieden und Kompromisse bei einem Treffen mit arabischen Politikern nicht mit der Aufforderung für einen Vertragsabschluss bei JPMorgan verwechseln. Doch er kann seine beiden Identitäten - als internationaler Vermittler und als internationaler Handelsvertreter - nicht vollständig voneinander trennen. Blair muss sich entscheiden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. Januar 2008

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